gewaltfreie kommunikation hamburg Transformations-Therapie nach R. Betz
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Mein inneres Kind heilen - Jahresgruppe 2017

Beginn:
21. & 22.10.2017

in Wulfsen

Freie Plätze: 3


Das innere Kind heilen - mit der Kraft von Mutter Erde

am 23. & 24.09.2017

in Wulfsen

Freie Plätze: 4


Weitere Termine findest Du hier ...


Einführungsworkshop im November

am 25. & 26.11.2017

in Hamburg

Freie Plätze: >5


 

 

  

“Richtige Männer weinen nicht.”

oder der innere Kampf zwischen dem, der ich bin und dem, der ich sein soll

Als ich vor einiger Zeit im Kino war und mir einen Film ansah, der mich sehr berührte, passierte es: Tränen flossen über meine Wangen. Und nicht nur das, ein Schluchzen kam hinzu. Man konnte mich hören.

Ein Gefühl von Scham machte sich in mir breit und ich begann sofort, mein Schluchzen zu unterdrücken.

Dazu denkt es in mir: „Was sollen nur die Anderen von Dir denken !? Richtige Männer weinen nicht. Zumindest nicht in der Öffentlichkeit. Die Anderen denken wohl: Was für ein Schwächling.“

Obwohl mir klar ist, dass das alles Unsinn ist. Und dass auch Männer weinen, gelang es mir in dieser Situation nicht, aus dem Muster auszusteigen.

Das nennt man Konditionierung.

Seit dem ersten Tag unseres Lebens sind wir den Erwartungen von anderen Menschen und der Gesellschaft ausgesetzt.

Wir spüren und hören, dass mit uns etwas nicht Ordnung sein soll. Wir sollen anders sein. Das machen, was man uns sagt. Leistung bringen. Funktionieren. Brav sein. Nett sein. Die Jungs müssen meist auch noch stark sein, keine Angst haben und auch nicht rumheulen. Die Mädchen ruhig und nicht wild und wütend. So bekommen wir von frühester Kindheit eben auch ein Frauen- und Männerbild eingeimpft.

Zusammengefasst: Eigentlich sollen wir perfekt ein. Das perfekt Kind, die perfekte Familie, der perfekte Schüler und später die perfekt Frau, der perfekte Mann, die perfekten Eltern. Wir übernehmen ein Ideal. das wir nie erreichen können.

Wenn wir die Erwartungen der Anderen übernehmen, passiert in uns eine Spaltung:

(1) der ich bin
(2)  der ich sein soll (Innerer Kritiker)

Wenn in mir Trauer aufsteigt, Tränen fließen, dann ist das: der, der ich jetzt bin.
Trauer kommt, möchte fließen, möchte durch mich gelebt werden.

Wenn mir das dann peinlich ist und es in mir denkt: „Du darfst jetzt nicht weinen. Was sollen die Anderen nur denken?!“ - dann ist das: der, der ich sein soll.

Dann bin ich gespalten in zwei Teile und diese führen einen Kampf in mir. Dann werde ich wahrscheinlich, eine Rolle spielen, etwas vortäuschen, mir eine Maske aufsetzen.


Als Anregung:

Beobachte Dich selbst mal einen Tag und mache Dir diesen inneren Konflikt bewusst.

Wo bist Du voll und ganz, der der Du bist?

Wo tritt die Spaltung auf? Wo denkt es in Dir, Du müsstest anders sein. Wie darfst Du nicht sein?

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Kannst Du der sein, der Du bist, wenn Du allein bist? Oder mit Deinem Partner?

 

 

Erschienen am 20.06.2017

Durch welche Brille betrachtest Du die Welt?

Wolfs- oder Giraffenbrille?

Wenn wir so durch unser Leben gehen, sieht es für uns so aus, als würden wir durch unsere Augen wie durch Fenster in die Welt blicken.

Dass das so nicht stimmt, wird schnell klar, wenn man sich vergegenwärtigt, wie unsere Sinneswahrnehmung funktioniert:

Wir blicken nicht durch die Augen nach draußen. Sondern von draußen fallen Lichtwellen auf die Augen, werden im Auge in elektrische Impulse umgewandelt, ins Sehzentrum ins Gehirn weitergeleitet, mit schon gespeicherten Informationen abgeglichen und daraus erschafft das Gehirn ein Bild.

Fast immer bestimmen unsere eigenen Grundüberzeugungen und Interpretationen wie wir eine Situation sehen.

Interpretationen wirken wie eine Brille, durch die wir die Wirklichkeit betrachten. Setze ich die blaue Brille auf, sieht alles blau aus. Setze ich die rote auf, alles rot.

 

Ein Beispiel

Anna lebt zusammen mit ihrem Partner Peter, der gerne und mehrere Stunden am Tag liest.

Anna kommt eines Tages in die Wohnung und sieht Peter, wie er ein Buch liest.

Nun hängt es davon ab, mit welcher Brille sie auf ihren Mann sieht; wie sie die Situation interpretiert.

 

Die Giraffeninterpretation:

Sie könnte denken:


„Er erfüllt sich gerade ein ihm wichtiges Bedürfnis.“

„Er sorgt gut für sich.“

„Ich bin für mich verantwortlich, und wenn ich etwas von ihm will, kann ich ihn um etwas bitten.“

In diesem Fall, könnte Anna zu Peter gehen und ihm sowas sagen wie:


„Ich hätte große Lust was mit Dir zu machen. Hast Du auch Lust? Jetzt? Oder wann passt es Dir?“

 


Die Wolfsinterpretation:

Sie könnte aber auch denken:

„Die Bücher sind ihm wichtiger als ich.“

„Ich bin ihm nicht wichtig genug. Sonst würde er mit mir was machen wollen.“

„Er soll selbst kommen. Ich will ihn nicht auch noch fragen müssen.“

Wenn Anna die Situation durch diese Brille betrachtet, dann sagt sie vielleicht erstmal gar nichts und wartet, dass er doch endlich kommen wird, die Gefühle werden sich weiter aufladen und schlussendlich in Form von Vorwürfen entladen.

 

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Ich unterteile die beiden Interpretationsstile:
 Wolfsbrille und Giraffenbrille

Wenn ich durch die Wolfsbrille schaue, dann habe ich Interpretationen, die dem Anderen schlechte Absichten oder Desinteresse unterstellt.

 

Wenn ich durch die Giraffenbrille schaue, dann habe ich Interpretationen, wie:



“der Andere versucht sich seine Bedürfnisse zu erfüllen”
“der Andere tut das Beste, das ihm in der Situation zur Verfügung hat”
“der Andere ist vielleicht in Not”
“Alles ist ein Ausdruck von Liebe oder ein Ruf nach Liebe”

 

 

Durch welche Brille wir schauen bestimmt auch, wie wir uns fühlen und welche unserer Bedürfnisse unerfüllt ist.

Wenn Anna denkt, sie wäre für ihren Partner nicht wichtig, dann fühlt sich wütend, allein und verzweifelt, weil sie sich nach Wertschätzung, Sicherheit sehnt.

Wenn sie sich dafür öffnen kann, dass Peter sich Bedürfnisse erfüllt, vielleicht sogar die Begeisterung ihres Partners nachfühlen kann, fühlt sie sich vielleicht gerade allein, weil sie sich Kontakt, Verbindung wünscht.

 

Unsere Interpretationen bestimmen, wie wir die Wirklichkeit wahrnehmen.

 

Durch welche Brille schaust Du ?

 

 

Erschienen am 30.05.2017

Wie oft räumst Du auf - in Dir?

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Wenn Emotionen nicht gefühlt, sondern eben verdrängt werden, bleiben sie in diesem Menschen gespeichert. Bei den meisten Menschen haben sich über die Jahrzehnte große emotionale Lasten angesammelt, die sich dann als unangenehme körperliche Empfindungen bemerkbar machen: Wie dauernde Anspannung, Enge, Druck etc. und letztlich zu Krankheiten führen.


Wenn wir als Baby auf die Welt kommen sind wir noch voll verbunden mit unseren Gefühlen. Doch schnell merken wir, dass wir mit unseren Gefühlen nicht Ordnung sind, oder zumindest mit einem Teil davon. So beginnen wir, unsere Gefühle zu verdrängen. Was wir aber verdrängen, löst sich nicht in Luft auf, sondern existiert weiter - nur eben im Unbewussten.


Fast alle kümmern sich um ihren physischen Körper, Duschen, Zähneputzen etc. Leider hat uns niemand gezeigt, wie wir unser Inneres aufgeräumt halten.

Die Folge: Die unterdrückten Emotionen kommen immer wieder nach oben, oft ausgelöst durch Situationen der Gegenwart, die uns unbewusst an alte Erfahrungen erinnern.


Wir erleben dann in der Situation Emotionen, die nichts bzw. nicht nur mit der Situation zu tun haben. Das erschwert meist die Lösung eines Konflikts.
So kann es passieren, dass die Emotionen die Kontrolle übernehmen und unreflektiert aus uns herausplatzen. Oder wir schlucken das aufkommende Gefühle wieder herunter.


Als ich als Trainer für Gewaltfreie Kommunikation anfing Seminare zu geben, hatte ich einmal einen Teilnehmer, der in mir recht intensive Emotionen der Wut und Hilflosigkeit auslöste. Schon damals fiel mir auf, dass die Emotionen irgendwie heftiger waren als der Auslöser vermuten ließe. Tief in mir spürte ich sogar eine Angst. Angst davor bestraft zu werden, wenn ich mich so verhalten würde, wie erwartet.


Ich war gefangen in meinen alten Emotionen. Und mir war klar, dass es für die Zukunft sehr hilfreich wäre, als Trainer einen konstruktiven Umgang damit zu kennen.


Seit 7 Jahren beschäftige ich mich nun mit damit, wie wir alte Begrenzungen auflösen können - sowohl theoretisch, aber vor allem im Selbstexperiment.
Der entscheidende Faktor um frei zu werden, der sich immer wieder bewahrheitet hat für mich: Die alten verdrängten Emotionen erlösen.

Das passiert dann, wenn wir die Emotionen bewusst durchfühlen.


Wie das geht?

  • Emotionen finden in Deinem Inneren statt. Geh mit Deiner Aufmerksamkeit nach Innen. Schließe Deine Augen.
  • Lass Dich von Deinem Atem nach Innen führen.
  • Lass Deinen Atem los; lass ihn frei fließen.
  • Lass Deinen Körper los, lass alle Anspannung, die Du loslassen kannst aus Deinem Körper fließen.
  • Und fühle die Anspannung, die Du nicht loslassen kannst.
  • Lass Deine Gedanken fließen, Dich aber nicht von ihnen mitreißen, bleibe mit Deiner Aufmerksamkeit beim Atem und Deinem Körper.
  • Wenn Du Dich von Deinen Gedanken hast mitreißen lassen, bringe Dich wieder zurück zum Atem und Deinem Körper.
  • Nimm all das wahr, was sich in Deinem Inneren Dir zeigen möchte.
  • Fühle es, spüre es, lass es da sein, sag‘ innerlich JA dazu.
  • Erinnere Dich, dass Du nicht das Gefühlte bist, sondern dass das Bewusstsein bist, durch das das Gefühlte hindurchfließt.

Wahrscheinlich wird Dir zu Beginn vor allem erst einmal Unruhe begegnen. Auch die will annehmend gefühlt werden.

Dein Fühlen verwandelt das Gefühl. Und so kannst Du Schicht um Schicht Dein Inneres aufräumen und wirst mehr und mehr aufgeräumt.

 

Erschienen am 08.05.2017

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